Bezirksversammlung Harburg

Auszug - Antrag SPD betr. Tourismus in Harburg  

 
 
Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus gemeinsam mit dem Ausschuss für Inneres, Bürgerservice und Verkehr zu TOP 1
TOP: Ö 1.2
Gremien: Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, Ausschuss für Inneres, Bürgerservice und Verkehr Beschlussart: zurückgezogen / erledigt
Datum: Mo, 27.11.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:50 Anlass: Sitzung
Raum: Mehrzwecksaal im SDZ
Ort: Harburger Rathausforum 1, 21073 Hamburg
20-0710 Antrag SPD betr. Tourismus in Harburg
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:SPD-Fraktion
Federführend:Interner Service   
 
Protokoll
Beschluss

Bezug nehmend auf die Stellungnahme der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (Drs.20-3151.01) bittet die Vorsitzende Frau Lansmann, auch über bisher geführte Gespräche zum Thema HADAG Fähranbindung in den Binnenhafen zu berichten.

 

Frau Lansmann stellt anhand einer Präsentation die touristische Entwicklung in Harburg und deren Perspektiven vor. Sie geht insbesondere auf die HADAG-Anbindung in den Binnenhafen und die Hotelentwicklung in ganz Hamburg ein:

 

-          Kommunikationsmedien wurden erweitert und angepasst

-          Touristische Highlights in Harburg wurden herausgearbeitet

-          2 Treffen Runder Tisch Tourismus

-          Neues Ziel von Hamburg Tourismus: Tagestouristen aus dem näheren Umkreis

-          Steuerung des Hotelbedarfs in ganz Hamburg

-          HADAG-Fähranbindung: Eine Aufnahme in den Verkehrsverbund sei wegen der längeren Fahrzeit nicht möglich. Denkbar wäre eine Fährverbindung in den Sommermonaten an den Wochenenden mit einer festen Taktung alle 2 Stundenr touristische Zwecke. Die Fahrzeit von den Landungsbrücken in den Binnenhafen würde ca. 35 Minuten dauern + Schleusung. Nach einer ersten Kalkulation der HADAG würden für eine Saison Kosten in Höhe von 300.000 € entstehen. Gemeinsam mit Hamburg Tourismus habe man Überlegungen angestellt, welche Möglichkeiten sich bieten würden, wenn der Tagestourismus vom Süden aus den Norden entdecken würde. Von Freitag bis Sonntag würden Verbindungen mit dem Schiff zu den Landungsbrücken angeboten, Parkplätze gebe es im Binnenhafen von Harburg in ausreichender Zahl (Parkhaus). Zudem könnte Harburg als Tagestouristenziel ausgebaut werden, denn Harburg habe das Parkhaus im Binnenhafen, die Infrastruktur, 12 StadtRad-Stationen, Gastronomie, im nächsten Jahr das Schlossmuseum und der Binnenhafen entwickele sich weiter als neues Entdeckergebiet.

-          Hamburg Tourismus habe den Bezirk Harburg neu entdeckt und mit aufgenommen, weil er Potentiale besitze und den Hotelentwicklungsplan gemacht habe.

-          Harburg habe sich bei Hotelinvestoren innerhalb eines Jahres bekannt gemacht.

-          Die Harburg Info wurde im Oktober 2017 eröffnet und durch einen Shop ergänzt, der regionale Produkte mit Harburg-Bezug anbiete.

 

Fragen beantwortet Frau Lansmann wie folgt:

 

-          In der Broschüre der Metropolregion 99 Lieblingsplätze im Grünen sei der Harburger Binnenhafen jetzt kostenlos mit aufgenommen worden. Auf der Seite von Hamburg Tourismus seien 26 Leistungsträger aus dem Bezirk vertreten, die dafür aber auch zahlten.

-          Der Bezirk Harburg sei für den Hamburger Norden nur interessant, wenn er auch etwas bieten könne. Harburg könnte eine gute Anbindung an Hotels und die Region bieten und vielleicht sogar eine Aufenthaltsdauerverlängerung erwirken. Dafür müsste man die touristischen Leistungsträger zusammenbringen und gemeinsam Angebote schnüren (z.B. für Busreiseveranstalter und Hamburg Tourismus), die sich dann auch vermarkten ließen.

-          Die S3 sei die wichtigste Tourismuslinie in Hamburg, weil sie am Wochenende alle Sehenswürdigkeiten vom Hauptbahnhof über Landungsbücken, Jungfernstieg, Reeperbahn die ganze Nacht über verbinde.

-          Überlegungen zur U 4 seien bisher in diesem Zusammenhang nicht angesprochen worden.

-          Die Fähre dürfte nicht direkt an den Landungsbrücken anlegen, sondern z.B. am City Sporthafen am Baumwall.

 

Herr Wiesner ist der Auffassung, dass man zunächst - wie auch die Bergedorfer Schifffahrtslinie - mit ein oder zwei Tagen im Monat starten sollte, um auszutesten, wie viele Fahrgäste die Anbindung überhaupt nutzen. Er vermutet einen gewissen Bedarf auch in Harburgs Bevölkerung.

Er warnt davor, die Tourismusförderung mit zu vielen ÖPNV-Themen zu befrachten. Eine regelmäßige Schifffahrtsverbindung an den Wochenendenre schon ein guter Erfolg. Allerdings müsste die Wegeverbindung vom Harburger Bahnhof in den Binnenhafen entlang der Buxtehuder Straße aufgewertet und besser beschildert werden, denn der erste Eindruck des Touristen sei entscheidend.

 

Frau Dr. Schittek regt an, die Naturschutzgebiete Moorgürtel, Fischbeker Heide und Hamburger Altes Land auszubauen. Harburg habe gleichwertige Angebote wie Bergedorf, sodass sich daraus auch ein Anspruch auf eine Förderung ableiten lasse, wie der Bezirk Bergedorf sie von der BWVI erhalte. Aus ihrer Sicht müsse es das Ziel Hamburgs sein, dass die Fähranbindung in den ÖPNV aufgenommen werde.

 

Herr Dose ergänzt, andere Städte (Berlin) würden auch eine Schiffsanbindung über den ÖPNV anbieten. Das fehle in der Stellungnahme der BWVI (Drs.20-3151.01), die er für unbefriedigend halte.

 

Der Ausschuss bedankt sich für den Bericht und lobt den persönlichen Einsatz von Frau Lansmann, durch den sie Harburg auf einen positiven Weg gebracht und das Interesse der Investoren geweckt habe.

 

Die Präsentation kann in der Anlage der Niederschrift eingesehen werden.


Der Antrag wird für erledigt erklärt.

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Präsentation_WAT-Ausschuss2017_Tourismus in Harburg (3188 KB)