Bezirksversammlung Harburg

Auszug - Antrag SPD betr. Treffpunkte für Senioren  

 
 
Sitzung des Ausschusses für Soziales, Bildung und Integration
TOP: Ö 1
Gremium: Ausschuss für Soziales, Bildung und Integration Beschlussart: zurückgezogen / erledigt
Datum: Mo, 13.11.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:25 Anlass: Sitzung
Raum: Mehrzwecksaal im SDZ
Ort: Harburger Rathausforum 1, 21073 Hamburg
20-2234 Antrag SPD betr. Treffpunkte für Senioren
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:SPD-Fraktion; Loss, Claudia;Esir, Pinar; Fehling, Klaus;
Olowson-Saviolki; Eftichia
Federführend:Interner Service   
 
Protokoll
Beschluss

Die Damen Wohlgethan, Böttcher und Auer stellen sich kurz vor und können stolz mitteilen, dass sie teilweise bereits seit Gründung (vor 20 Jahre im Rieckhof) dem Treffpunkt Älterwerden angehören.  Die Öffnungszeiten des Treffpunktes sind von Mo Do 10 bis 18 Uhr und Fr von 13 bis 18 Uhr. Täglich werden kostengünstig belegte Brötchen, Kaffee, Tee oder Wasser angeboten; zweimal wöchentlich dann das „besondere Frühstück“, welches dann reichhaltiger ist; das Hamburger Abendblatt liegt kostenfrei bereit. Außerdem kommt an zwei Nachmittagen (Mo + Mi) ein ehrenamtlicher Mitarbeiter, der Fragen rund um den Computer, Smartphone o.ä. Geräte beantwortet. Desweiteren werden die Räumlichkeiten ebenfalls Mo und Mi nachmittags von Behindertengruppen für ein gemeinsames Kochen genutzt. Man trifft sich zu Kartenspiel- oder Bingo-Runden und einmal jährlich wird ein Ausflug per Bus organisiert. Wichtig sind den Besuchern, die im Treffpunkt stattfindenden Gespräche, da viele Seniorinnen und Senioren ohne Partner sind. Die Gäste des Treffpunktes sind vorrangig Frauen. Die Besucherzahlen sind im laufenden Jahr zurückgegangen, da die VHS-Kursteilnehmer in jüngster Zeit weniger das Angebot des Treffpunktes nutzen. Kamen im Jahr 2016 noch 9.555 Besucher, so sind es für 2017 schätzungsweise nur noch 5.000.

Es fehle in letzter Zeit an ehremamtlichen Mitarbeiterinnen, weil einige der langjährigen Helferinnen inzwischen aus Altersgründen ausgeschieden sind; die jüngeren über 60jährigen Senioren haben andere Interessen. So dass eine aktive Mitarbeit meist erst mit ca. 70 Jahren einsetzt. Leider wurden die ABM-Kräfte bzw. die 1-€-Jobber abgeschafft, somit fehle es an hauptamtlicher Unterstützung.

 

In der anschließenden Diskussionsrunde werden die Fragen durch die Referentinnen u.a. wie folgt beantwortet:

  • Der Treffpunkt Älterwerden befindet sich in der Eddelbüttelstraße, neben der Volkshochschule. Die Räume haben eine Größe von 168 m“.
  • Die Besucher der VHS suchen den Treffpunkt Älterwerden in den Pausen der Sprachkurse oder davor bzw. danach auf.
  • Der Zugang zu älteren Migranten ist schwierig, gerade ältere Frauen bleiben in ihren Familien unter sich. Ausländische ältere Gäste sind immer herzlich willkommen.
  • Die Betreuungszeiten liegen bei den 8 ehrenamtlichen Helfern jeweils täglich bei 4 Std., denen eine Aufwandsentschädigung von 8,00 € pro Schicht gezahlt werde.
  • Durch gelegentliche Presseartikel werde auf den Treffpunkt aufmerksam gemacht, durch ein Hinweisschild und nicht zuletzt durch Mundpropaganda.
  • Die Betreuerinnen sind alle über 80 Jahre und würden eine hauptamtliche Unterstützung sehr begrüßen, die auch gern über pädagogische Fähigkeiten verfügen sollte, um auch Konfliktsituationen zu bewältigen.
  • Alkoholprobleme gibt es nicht im Treffpunkt, es herrsche ein Alkoholverbot.
  • Die angebotenen Speisen werden zu moderaten Preisen angeboten, z.B. ½ Brötchen für 0,80 € oder ein Glas Wasser für 0,40 €. Der Einkauf muss gedeckt sein.
  • Die Kaltmiete beträgt 1.791,00 € + 257,00 € Nebenkosten. Vom Bezirk erhält der Treffpunkt 31.067,00 €, davon müssen rd. 8.800,00 €r Sonderausgaben (Büromaterial, Beschaffungen, Ausfahrt etc.) verwendet werden.
  • Den Treffpunkt Älterwerden sucht bspw. eine 4er Gruppe von über 90hrigen Personen auf. Ansonsten sind die Besucher meist ab 70 Jahren.
     

Frau Dr. Heege kann berichten, dass der Bezirksseniorenbeirat gute Erfahrungen gemacht habe, wenn man aktiv auf Personen zugehe bzw. wie hier ältere Migrantinnen und Migranten direkt anspreche. So z.B. bei Besuchen in der Moschee, dies sei ein Tipp für die Arbeit im Treffpunkt Älterwerden.


Der Antrag wird einstimmig für erledigt erklärt und der Bezirksversammlung die Nachvollziehung empfohlen.