Bezirksversammlung Harburg

Auszug - Aktuelle Stunde - Anmeldung der Fraktion DIE LINKE betr. Harburg für Alle - Schwimmen für Alle  

 
 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg
TOP: Ö 3.1
Gremium: Bezirksversammlung Harburg Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 24.10.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:30 - 21:20 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal
Ort: Harburger Rathausplatz 1, 21073 Hamburg
20-3267 Aktuelle Stunde - Anmeldung der Fraktion DIE LINKE betr. Harburg für Alle - Schwimmen für Alle
     
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage öffentlich
Federführend:Interner Service   
 
Protokoll

Herr Lenthe nimmt Bezug auf das eingereichte Bürgerbegehren (Yes We Swim) und dankt den Initiatoren. Er macht deutlich, dass einer den Breitesport ausgestattete Schwimmhalle dringend notwendig sei, um u. a. das Schulschwimmen sicher zu stellen und schildert die aktuelle Situation des schulischen Schwimmens in Harburg. Die fehlenden Schwimmkenntnisse von Kindern in einkommensschwachen Stadtteilen sprächen für sich und Schwimmkurse seien über Jahre hinaus ausgebucht.

Herr Marek macht deutlich, dass die Schwimmfähigkeit bundesweit stetig abnehme. Er sehe eine Verpflichtung von Staat und Gesellschaft, dafür Sorge zu tragen, dass Kinder Schwimmen lernen. Dafür müssten Rahmenbedingungen geschaffen werden. Für die Erlangung des notwendigen Schwimmabzeichens in Bronze seien Spaßder nicht geeignet. Es habe sich zudem gezeigt, dass die Offensive der Schulbehörde nicht effizient gewesen sei.

Frau Loss verweist auf das durch die SPD auf den Weg gebrachte Schwimmkonzept, die Erhöhung des Etats, die Bereitstellung von Mitteln an Sportvereine und die Möglichkeit für Kinder ohne Schwimmkenntnisse, kostenfrei mit Hilfe eines Gutscheines das Freischwimmer-Abzeichen zu erlangen. Die Maßnahmen hätten gegenüber 2012/2013 zu einem Anstieg der gemachten Schwimmabzeichen um 53% geführt. Insgesamt dürfe man die Eltern nicht aus der Verantwortung entlassen.

Herr Schuster lobt den Einsatz der Initiatoren des Bürgerbegehrens. Gleichwohl sei mehr Verbindlichkeit derartiger demokratischer Instrumente, deren Ergebnis nicht mehr wert sei als ein Beschluss der Bezirksversammlung, wünschenswert.

Herr Fischer macht darauf aufmerksam, dass die Bezirksversammlung nach Zustandekommen des Bürgerbegehrens diesem voraussichtlich geschlossen folgen werde. Zu einem Bürgerentscheid werde es daher nicht kommen. Er verweist auf den Koalitionsantrag (Drs. 20-3239).

Frau Lewy schließt sich den vorgebrachten Argumenten für eine Schwimmhalle an und begrüßt, dass mit der Thematisierung in der Aktuellen Stunde mehr Öffentlichkeit für das Bürgerbegehren hergestellt worden sei.