Bezirksversammlung Harburg

Tagesordnung - Sitzung des Kulturausschusses  

 
 
Bezeichnung: Sitzung des Kulturausschusses
Gremium: Kulturausschuss
Datum: Do, 28.11.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 21:20 Anlass: Sitzung
Raum: Mehrzwecksaal im SDZ
Ort: Harburger Rathausforum 1, 21073 Hamburg

TOP   Betreff Drucksache

Ö 1  
Verpflichtung zubenannter Bürger    
Ö 2  
Enthält Anlagen
Kulturfestival "Sommer im Park" (Bericht der Verwaltung und des Citymanagement Harburg: Rückblick 2019 und Ideen 2020)
21-0366  
Ö 3  
Projektvorstellungen (Anträge im nicht-öffentlichen Teil) (- Offene Kunst- und Siebdruckwerkstatt - Marie Garbers - Kunstkarawane 2.0 - Elbdeich e.V. - Aufwandsentschädigung Kulturarbeit SuedKultur - Alles wird schön)    
Ö 4  
Mitteilungen der Verwaltung    
Ö 5  
Verschiedenes    
Ö 6     Drucksachen vorheriger Amtsperioden - weiteres Verfahren    
Ö 6.1  
Antrag Grüne betr. Harburger "Mahnmal gegen den Faschismus, Krieg, Gewalt - für Frieden und Menschenrechte" von Esther und Jochen Gerz
XIX-1608  
Ö 6.2  
Stellungnahme zum Antrag CDU betr. Tunnelplastik von Friedrich Gräsel
20-0180.01  
Ö 6.3  
Stellungnahme zum gemeinsamen Antrag CDU/SPD betr. Denkmalschutz Alte Fischbeker Schule, Cuxhavener Straße 400
20-1523.01  
    VORLAGE
   

Die Bezirksversammlung beschließt:

 

  1. Die Bezirksversammlung stellt fest, dass der bisherige Denkmalschutz nicht nur das durch Brand beschädigte Gebäude umfasst. Vielmehr steht das gesamte Objekt unter dem Schutz eines geschützten oder erkannten Kulturdenkmals. Dieses betrifft sowohl die Brandruine, als auch den dazugehörigen separaten Stall als Baudenkmal, die auf dem Grundstück befindlichen 8 großen Linden und die gesamte Grundstücksfläche einschließlich des benachbarten ehemaligen Stremelweges mit seinem historischen Feldsteinpflaster als Gesamtensemble.

 

Insoweit hat das gesamte Objekt unabhängig von dem Brand geschädigten Gebäude einen hohen Wert für den Stadtteil Neugraben-Fischbek.

 

  1. Die Bezirksversammlung bekräftigt ihren Beschluss vom 26.04.2016, Drucksache 20-1469 dahingehend, dass nicht nur die Brandruine in denkmalgeschützter Weise wiedererrichtet, sondern auch das Gesamtensemble geschützt erhalten bleiben soll.

 

  1. Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird nochmals gebeten, bei den zuständigen Fachbehörden und der Grundeigentümerin mit Nachdruck darauf hinzuwirken, dass der Wiederaufbau des brandgeschädigten Gebäudes erfolgen kann und seitens der Grundeigentümerin die Feuerversicherungssumme eingebracht wird. Insoweit sind Gespräche auch mit dem bereitstehenden Investor zu führen, um das geschützte Gesamtensemble für den Stadtteil zu erhalten.

 

  1. Die Bezirksverwaltung wird aufgefordert, bei einem etwaigen Abbruchantrag für die Brandruine keine Entscheidung ohne ausreichende frühzeitige Beteiligung der Bezirksversammlung oder ihrer Ausschüsse zu treffen.

 

  1. Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, den Leiter des Denkmalschutzamtes in den Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit einzuladen, um den Ablauf des Verfahrens und die getroffene Bewertung für das brandgeschädigte Gebäude oder des Gesamtensemble im Einzelnen darzustellen und dabei auch zu erläutern, aus welchem Grunde bei einer derart für die Identität des Ortsteiles wichtigen Frage weder Bezirksverwaltung noch Bezirksversammlung informiert oder in Beratungen einbezogen worden sind. Der Bericht soll sich auch darauf erstrecken, in welcher Weise bisherige Überlegungen des Denkmalschutzamtes im Hinblick auf die weitgehenden Wünsche des Bezirkes korrigiert werden können und sollten.

 

 

Hamburg, am 09.05.2016

 

 

Ralf-Dieter Fischer Brit-Meike Fischer-Pinz

Fraktionsvorsitzender CDU Berthold von Harten

 Robert Timmann

 

Jürgen Heimath Frank Richter

Fraktionsvorsitzender SPD Arend Wiese

 

 

 

BEZIRKSVERSAMMLUNG HARBURG 

DER VORSITZENDE

         20. Juni 2016

           

 

Die Kulturbehörde und die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen nehmen zu dem gemeinsamen Antrag von CDU und SPD (Drs. 20-1523) wie folgt Stellung:

 

Zu den Punkten 1 bis 3 des Petitums wird auf die Stellungnahme zu Drs. 20/1469 verwiesen.

 

Zu Punkt Nr. 5 wird ergänzt:

Der Ablauf des Verfahrens wird im Folgenden erläutert: Nachdem das Denkmalschutzamt vom Brand der Schulkate erfahren hatte, wurde am 4. April 2016 die Brandruine besichtigt. Die zuständigen Mitarbeiter haben festgestellt, dass aufgrund der schweren Schäden eine Instandsetzung des Gebäudes nicht mehr möglich ist, ohne dass der Denkmalwert verloren geht. Nach Rücksprache mit der Leitung des Denkmalschutzamtes wurde das Ensemble Schulkate am 14. April 2016 aus der Denkmalliste gelöscht. Am selben Tag hat man dem Verfügungsberechtigten die Löschung aus der Denkmalliste mitgeteilt. Der Denkmalrat wurde bei seiner Sitzung am 25. Mai 2016 über die Löschung informiert und hat diese gebilligt.

 

Bei der Löschung der Schulkate samt Ensemble handelt es sich um eine denkmalfachliche Entscheidung, die auf Grundlage des Denkmalschutzgesetzes durch die zuständige Behörde getroffen wurde. Für eine Änderung dieser Entscheidung gibt es keine Grundlage. Die identitätsstiftenden Qualitäten der stark beschädigten Schulkate und ihrer Umgebung können unabhängig vom Denkmalwert von der Bezirksversammlung Harburg festgestellt werden, um Schritte zu ihrem Erhalt zu unternehmen. Sollte über die vorliegenden Informationen hinaus weiterer Gesprächsbedarf bestehen, steht eine Vertretung des Denkmalschutzamtes gerne zur Verfügung.

 

 

gez. Timmann         

 

   
    30.06.2016 - Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit
    Ö 2 - (offen)
   

Der Ausschuss nimmt die Stellungnahme der Kulturbehörde zur Kenntnis und beschließt mehrheitlich folgende Beschlussempfehlung:

 

Der Ausschuss hat zur Kenntnis genommen, dass der Denkmalschutzwert des Ensembles Cuxhavener Straße 400 nicht mehr gegeben ist. Gleichwohl ist der Ausschuss der Ansicht, dass das Gebäude wie angeboten in der bisherigen äeren Form wieder aufgebaut und für eine kulturelle Mitnutzung durch den Bezirk oder Institutionen im Bezirk hergerichtet werden soll.

 

Der Hauptausschuss am 19. Juli 2016 wird gebeten, den Beschluss für die Bezirksversammlung nachzuvollziehen.

 

 

   
    19.07.2016 - Hauptausschuss
    Ö 4 - (offen)
   

Der Hauptausschuss folgt der Empfehlung des Ausschusses für Kultur, Sport und Freizeit und beschließt mehrheitlich (gegen Linke), dass das Gebäude wie angeboten in der bisherigen äeren Form wieder aufgebaut und für eine kulturelle Mitnutzung durch den Bezirk oder Institutionen im Bezirk hergerichtet werden soll.

   
    31.01.2019 - Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit
    Ö 5.2 - vertagt / verbleibt
   

Der Antrag verbleibt im Ausschuss.

   
    28.11.2019 - Kulturausschuss
    Ö 6.3 - zurückgezogen / erledigt
   

CDU und SPD erklären den Antrag für erledigt.

Ö 6.4  
Antrag GRÜNE Fraktion betr. Verbesserte Informationen zum Harburger Stadtmodell für Bürgerinnen und Bürger
20-2887  
Ö 6.5  
Antrag SPD betr. Bronzetafel zum Gedenken der Insassinnen des Konzentrationslagers Neuengamme - Außenlager Falkenbergsweg - in exponierter Lage in Neugraben-Fischbek erhalten!
20-2899  
Ö 6.6  
Stellungnahme zum Antrag CDU betr. Erhalt der historischen Rauchkate Cuxhavener Straße 432
20-3222.01  
Ö 6.7  
Gemeinsamer Antrag CDU/SPD betr. Schwimmfähigkeiten
20-3239  
Ö 6.8  
Gemeinsamer Antrag SPD CDU betr. Rauchkate Fischbek - Studie und Ausschreibung
20-3639  
Ö 6.9  
Gemeinsamer Antrag CDU SPD betr. Kulturelle Nutzung Dreifaltigkeitskirche
20-3903  
Ö 6.10  
Stellungnahme zum Antrag CDU betr. Sanierungsbedarfe Denkmale Schwarzenberg
20-4256.01  
Ö 6.11  
Antrag DIE LINKE betr.: Harburg für Alle! Musik-Proberäume und Ateliers für den Bezirk Harburg (I)
20-4368  
Ö 6.12  
Antrag DIE LINKE betr.: Harburg für Alle! Kultur für Alle!
20-4415  
Ö 6.13  
Antrag CDU betr. Badeponton in Harburger Gewässern
20-4645