Bezirksversammlung Harburg

Tagesordnung - Sitzung des Ausschusses für Kultur, Sport und Freizeit  

 
 
Bezeichnung: Sitzung des Ausschusses für Kultur, Sport und Freizeit
Gremium: Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit
Datum: Do, 26.01.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 19:05 Anlass: Sitzung
Raum: Mehrzwecksaal im SDZ
Ort: Harburger Rathausforum 1, 21073 Hamburg

TOP   Betreff Drucksache

Ö 1  
Stellungnahme zum Antrag CDU betr. Verbesserung CU Arena
Enthält Anlagen
20-0089.01  
Ö 2  
Stellungnahme zum Antrag der CDU betr. Ausweichmöglichkeiten Bauzeit Uwe-Seeler-Halle
20-1928.01  
Ö 3  
Stellungnahme zum Antrag CDU betr. Tunnelplastik von Friedrich Gräsel
20-0180.01  
Ö 4  
Stellungnahme zum Antrag CDU betr. Kunstpfad Harburg -Nicht aus den Augen verlieren!
Enthält Anlagen
20-1841.01  
Ö 5  
Stellungnahme zum Antrag CDU betr. Kunstwerke in Dienstgebäuden des Bezirksamtes
20-1203.01  
Ö 6  
Stellungnahme zum Antrag CDU betr. Probenräume für Musiker
20-0769.01  
    VORLAGE
   

Petitum/Beschluss:

Die Bezirksversammlung beschließt:

 

Die Verwaltung wird gebeten, im Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit einen Bericht zu geben, in welchem Umfang Probenräume für Musiker im Bezirksamtsbereich vorhanden sind und welcher zusätzliche Bedarf gesehen wird. Gegebenenfalls sind Erkenntnisse des Vereines SuedKultur e.V. dabei zu verwerten.

 

Ferner wird die Verwaltung gebeten, darüber zu berichten, wie zusätzliche Räumlichkeiten im Bezirksamtsbereich, z.B. in nicht mehr vollständig genutzten ehemaligen Katastrophenschutzräumen usw., für Proben von Musikern genutzt werden können und in welchem Umfang dadurch das Abwandern in andere Hamburger Stadtteile oder ins Umland vermieden werden kann.

 

 

 

Hamburg, am 02.06.2015

 

Ralf-Dieter FischerRobert Timmann

Fraktionsvorsitzender         Lars Frommann

FREIE UND HANSESTADT HAMBURG

Bezirksamt Harburg

 

 

18. Januar 2017

 

 

Das Bezirksamt Harburg nimmt zu dem Antrag der CDU-Fraktion (Drs. 20-0769) wie folgt Stellung:

 

Bestand

Die Verwaltung wurde gebeten, zu recherchieren, in welchem Umfang Probenräume für Musiker im Bezirksamtsbereich vorhanden sind. Aufgrund des Antrags wurden andere Verwaltungsstellen sowie zahlreiche Personen und Vereine kontaktiert, um den Bestand zu ermitteln. Angeschrieben wurden die Hamburg Kreativ Gesellschaft, der Interne Service des Bezirksamts Harburg, die bezirklich geförderten Kultureinrichtungen in Harburg, der Sprecher von SuedKultur, RockBüro Hamburg e.V. sowie die Betreiber von zahlreichen Internetseiten wie bandnet.de und proberaum-auskunft.de.

Ergebnis der umfangreichen Recherche ist, dass es im Bezirk Harburg nur vereinzelte Probeume gibt. Diese sind alle vermietet und es werden Wartelisten geführt. Im Internet auf Vermittlungsportalen sowie auf ebay-kleinanzeigen.de gibt es keine Einträge für Proberäume in Harburg. Daher kann keine Gesamtanzahl an Proberäumen mitgeteilt werden. Es ist auch zu vermuten, dass viele Musiker in privaten Räumen proben. Ermittelt wurden einzelne Proberäume

  • beim Verein Elbdeich e.V. in Moorburg,
  • in drei ehemaligen öffentlichen Toiletten und
  • im Kellergeschoss des Gebäudes Nöldekestraße 17.

 

Zudem hat SuedKultur eine nicht repräsentative Umfrage durchgeführt, an der 48 Musiker/innen bzw. Bands teilgenommen haben. Von den 48 Teilnehmern/innen der Umfrage probten 19 27 (die Angaben waren nicht eindeutig) in Harburg.  Die genaue Lage der weiteren Proberäume konnte nicht ermittelt werden.

Katastrophenschutzräume

Ferner wurde die Verwaltung gebeten, darüber zu berichten, wie zusätzliche Räumlichkeiten im Bezirksamtsbereich, z.B.  nicht mehr vollständig genutzte ehemalige Katastrophen­schutzräume für Proben von Musikern genutzt werden könnten und in welchem Umfang dadurch das Abwandern in andere Stadtteile oder ins Umland verhindert werden könnte.

Bezüglich der Nutzung ehemaliger Katastrophenschutzräume/Bunker wurde ermittelt, dass die Bunker nicht in Frage kommen, da viele abgerissen wurden und die anderen in einem baufälligen bzw. einsturzgefährdeten Zustand sind.  In der Verwaltung des Bezirksamtes befindet sich zurzeit nur noch ein Schutzraum in der S-Bahn-Station Harburg Rathaus, doch ist in diesem der Strom abgestellt und zudem befindet er sich in der Abwicklung zur Rückgabe an den Deutsche Bahn Konzern. Drei weitere Bunker konnten ermittelt werden, doch diese befinden  sich in Privatbesitz.

Andere Räumlichkeiten im Bezirksamtsbereich eignen sich häufig aufgrund des fehlenden Schallschutzes nicht als Proberaum. Inwieweit durch zusätzliche Räumlichkeiten ein Abwandern von Musikern aus Harburg verhindert werden könnte, kann von Seiten des Bezirksamtes nicht beurteilt werden. Gemäß der oben genannten Umfrage von SuedKultur probten von den 48 Teilnehmer/innen 15 26 außerhalb Harburgs. Die Gründe dafür sind nicht bekannt.

Bedarf

Die Verwaltung sollte zudem ermitteln, welcher zusätzliche Bedarf an Proberäumen gesehen wird und dabei ggf. die Erkenntnisse von SuedKultur verwerten.

Die Verwaltung kann keine gesicherte Einschätzung zum Bedarf abgeben. Gemäß Umfrage von SuedKultur suchten 15 Personen einen Proberaum, 17 suchten einen besseren Raum und 34 Personen sagten, sie kennen Musiker (einen bis viele), die einen Proberaum suchten. Laut Aussage des RockBüro Hamburg e.V. würden 20 - 50 weitere Räume in Harburg die Übungsraumsituation erheblich entspannen und gemäß Betreiber von bandnet.de, der ebenfalls eine kleine Umfrage durchgeführt hat, sei Harburg schlecht abgedeckt und es suchten 13 Bands einen Proberaum in Harburg. Das Frauenmusikzentrum in Ottensen sowie der Betreiber von cdhamburg.de (Carajo Distorsion Hamburg) in Veddel teilten jeweils mit, dass dort auch Harburger probten, weil sie in Harburg nichts gefunden hätten. Inwieweit sich die Angaben der jeweiligen Personen bei den Abfragen überschneiden ist nicht ermittelbar, daher kann keine Gesamtanzahl an suchenden Musikern/Bands angegeben werden.

 

 

gez. Völsch

 

   
    26.01.2017 - Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit
    Ö 6 - (offen)
   

Der Ausschuss beschließt einstimmig folgende Beschlussempfehlung für die Bezirksversammlung:

 

Die Verwaltung wird gebeten mit der Behörde für Schule und Berufsbildung Kontakt aufnehmen um zu klären, ob perspektivisch Probenräume für Musiker in Schulgebäuden zur Verfügung gestellt werden können und zu welchen Bedingungen.

 

Mit dieser Beschlussempfehlung wird der Antrag für erledigt erklärt.

Ö 7  
Stellungnahme zum Antrag CDU betr. Pflege der Niederdeutschen Sprache
20-1746.01  
Ö 8  
Stellungnahme zum Antrag der Abg. Viktoria Pawlowski und Carsten Schuster betr. Harburg fit machen für Olympia - Moderner Trimm-dich-Pfad an der Außenmühle ((überwiesen))
20-0796.01  
Ö 9  
Stellungnahme zum gemeinsamen Antrag CDU/SPD betr. Änderungsantrag zum Antrag GRÜNE Fraktion betr. Gegen das Vergessen - Realisierung der Wanderausstellung "Anne Frank" für den Bezirk Harburg überprüfen (Drs. 20-1802)
Enthält Anlagen
20-1889.01  
Ö 10  
Integrationsfonds Kultur / Bezirke (-weiteres Verfahren)
Enthält Anlagen
20-2050  
Ö 11  
Mitteilungen der Verwaltung    
Ö 12  
Verschiedenes